Seriöse Spielerberatung – mehr als nur Vermittlung

 


Spielerberater genießen in der Öffentlichkeit keinen besonders guten Ruf. Zumindest werden sie häufiger von den Medien und Fans als unseriös und geldgierig bezeichnet, weil die Vermittlungsboni eventuell für den Berater wichtiger sind, als die Karriere des Spielers. Das schlechte Bild in der Öffentlichkeit stammt oft aus früheren Zeiten, als quasi ein jeder Fußballspieler beraten durfte. Zwischenzeitlich musste ein Spielervermittler wenigstens einen Lehrgang absolvieren und eine Lizenz erlangen.
Seit dem 1. April 2015 gilt jedoch das neue Reglement zur Arbeit mit Vermittlern. Es löst das bis zum 31. März 2015 geltende Lizenzierungsverfahren für Spielervermittler ab. Es gibt seither wiederum keine Lizenzierung mehr, sondern nur eine Registrierung des an einem Transfer beteiligten Spielervermittlers. Das bedeutet, dass Berater in Deutschland keine Prüfung mehr ablegen und Fragen aus dem gesamten FIFA-Regelwerk, des DFB und des Ligaverbandes beantworten müssen. Hinsichtlich Kompetenz und Seriosität, ist diese Entwicklung leider eine Rolle rückwärts. Es wurde immer wieder kritisiert, dass es zu viele „schwarze Schafe“ in diesem Geschäft gäbe. Diese werden sich nunmehr definitiv exorbitant vermehren. In zweierlei Hinsicht halte ich dies für besonders besorgniserregend. Zum einen in Bezug auf eine angemessene Vergütung des Vermittlers und zum anderen in Bezug auf den Schutz von minderjährigen Sportlern. Tatsache ist, dass das unkontrollierte Ansprechen von Minderjährigen durch die Abschaffung einer Lizenz sicherlich nicht eingeschränkt wird. Das Gegenteil wird der Fall sein. Jugendliche werden leider weiterhin als Spekulationsobjekte behandelt werden.
Hinsichtlich der Vergütung eines Beraters fehlt es zudem leider weiterhin an einer unmissverständlichen Regelung. Eine Begrenzung auf 3 Prozent des Bruttogehalts des Spielers oder der Transfersumme wird lediglich „empfohlen“. Tatsächlich entspricht dies jedoch keinesfalls der Realität. Üblich sind 10 Prozent. Durch die Perspektive eines derartig hohen Honorars verliert jedoch so mancher Berater oft das Wohl des eigenen Klienten aus dem Blick und lässt sich ausschließlich kurzfristig von monetären Gründen leiten. Rechtsanwälten ist es seit jeher erlaubt, unabhängig von einer Lizenz als Spielervermittler tätig zu sein. Aufgrund meiner persönlichen Leidenschaft für den Fußball, habe ich es mir nach einem Zusatzstudium im Bereich des Sportrechts zum Ziel gesetzt, eine seriöse und integre Spielerberatung anzubieten, welche ausschließlich die Interessen des Sportlers in den Vordergrund stellt. Über die reine Vermittlung hinaus, beinhaltet dies zahlreiche weitere Aspekte. Eine Vorbereitung auf ein Leben nach der Karriere sicherzustellen ist dabei sicherlich das Essentiellste, da am Ende einer Profilaufbahn Fußballspieler oft in ein finanzielles Loch fallen oder von einer Selbstfindungskriese eingeholt werden. Es geht demnach zudem auch um rechtliche Betreuung sowie um die Vermögensberatung und Verwaltung eines Profis. Auch in puncto Versicherungen, Vermarktung und PR, sowie hinsichtlich der Betreuung der persönlichen Lebensverhältnisse eines Profis besteht stets Handlungsbedarf.
 
 

Ihr

Rechtsanwalt Sebastian Limmer

 
Wir beraten Sie gerne zu den Themen Sportrecht und Spielerberatung. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.